

China hat die von seinen internationalen Handelspartnern viel beachteten Exportquoten für Seltene Erden bekanntgegeben. Die Volksrepublik werde im zweiten Halbjahr 15'500 Tonnen dieser Metalle exportieren, erklärte das Handelsministerium in Peking.
Damit bleibt die Exportquote nahezu auf gleicher Höhe wie im ersten Halbjahr, als 15'501 Tonnen ausgeführt wurden. Die Ausfuhren im Gesamtjahr belaufen sich damit auf rund 31'000 Tonnen.
95 Prozent aus chinesischer Förderung
Als Seltene Erden werden 17 chemische Elemente bezeichnet, die für die Industrie wertvolle Eigenschaften besitzen. Sie werden etwa benötigt, um Computer, Mobiltelefone, Batterien oder Flachbildschirme zu fertigen. Sie kommen auch in Windanlagen, Raketen, Elektroautos und vielen weiteren Gütern zum Einsatz.
Bisher entfallen mehr als 95 Prozent der weltweiten Förderung auf China, das damit ein Quasimonopol besitzt.
Quoten oft nicht ausgeschöpft
China hat die Förderung und den Export Seltener Erden mit Quoten begrenzt – woran sich internationale Handelspartner stören. Die Volksrepublik begründet diese Entscheidung mit dem Schutz von Umwelt und Ressourcen. Tatsächlich aber werden die Exportquoten oft nicht ausgeschöpft.
China exportierte 2012 rund 16'265 Tonnen Seltene Erden, etwas mehr als die Hälfte der 30'966 genehmigten Tonnen. Im Jahr zuvor war die weltweite Nachfrage nach Seltenen Erden deutlich zurückgegangen.