

Das starke äußere Magnetfeld sorgt für Ordnung im Inneren der Probe. Es bringt die Myriaden atomarer Elementarmagnete, die wie irregeleitete Kompassnadeln in alle möglichen Richtungen zeigen, auf Linie - und zwar dauerhaft. Die Elementarmagnete werden alle parallel ausgerichtet und in ihrer neuen Position so verankert, dass Einwirkungen von außen unter normalen Umständen keine Änderung ihrer Orientierung mehr bewirken. Das Resultat: Die winzigen Magnetfelder aller atomaren Elementarmagnete summieren sich zu einem messbaren Kraftfeld mit einem Nord- und Südpol, das die bekannte magnetische Wirkung zeigt.
Permanentmagneten polarisieren ihre Umgebung
An der Kühlschranktür besteht die magnetische Wirkung darin, die Elementarmagnete in der eisenhaltigen Blechwand parallel zu denen im Dauermagneten auszurichten, was eine anziehende Kraft zur Folge hat: Der Magnet haftet an der Metalloberfläche. Doch sobald man ihn wieder entfernt, fällt die Kühlschranktür in eine Art magnetische Amnesie. Ihre Elementarmagnete verlieren die erzwungene Orientierung und zeigen wieder in alle möglichen Richtungen. Die magnetische Wirkung nach außen ist null, weil sich die Myriaden winziger Magnetfelder wieder gegenseitig aufheben.