

Ferromagnetische Stoffe (Eisen, Kobalt, Nickel bei Raumtemperatur, bzw. spezielle Legierungen) sind Stoffe, die in einem externen Magnetfeld eine spontane Magnetisierung zeigen und dadurch vom Magnetfeld angezogen werden. Hierbei werden im ferromagnetischen Material schon vorhandene gelichgerichtetete Elementarmagnete durch das externe Magnetfeld ausgerichtet. Bei Abschalten des externen Magnetfeldes oder Entfernen des ferromagnetischen Materials aus dem Magnetfeld, verschwindet die Ausrichtung der Elementarmagnete bis auf eine Restmagnetisierung (Remanenz). Bei magnetisch weichen Materialien ist diese Remanenz sehr klein. Bei magnetisch harten Materialien kann eine beträchtliche Remanenz zurückbleiben (siehe auch Hysterese von Magneten).
Die eigentliche Ursache des Ferromagnetismus ist genaugenoimmen klassisch nicht zu beschreiben, vielmehr benötigt man hierzu die Quantenmechanik, genauer die sogenannte Austauschwechselwirkung, welche für die Parallelausrichtung der Elektronenspins in ferromagnetischen Materialien verantwortlich ist. Da sich jedoch Elektronen mit gleichem Spin im Ortszustand unterscheiden müssen (Pauli-Prinzip), geht eine Gleichrichtung der Spins mit einer Erhöhung der kinetischen Energie einher. Nur wenn die Absenkung der potentiellen Energie durch die Austauschwechselwirkung die Erhöhung der kinetischen Energie übertrifft, kann es also zur Gleichrichtung der Elektronenspins als Träger der magnetischen Momente und damit zur ferromagnetischen Eigenschaft des Materials kommen. Dies ist der Grund, warum die überwiegende Anzahl der bekannten chemischen Elemente keinen Ferromagnetismus aufweist. Als reine chemische Elemente weisen, wie schon erwähnt, bei Raumtemperatur nur Eisen, Kobalt und Nickel diese ferromagnetische Eigenschaft auf.
Im Gegensatz dazu weisen alle Elemente und Stoffe sogenannte diamagnetische Eigenschaften auf.