

Magnete kennt man im Alltag vor allem als kleine Kühlschrankmagnete, die Postkarten und Einkaufszettel festklemmen. Aber es gibt auch Magnete, die mehrere Tonnen halten können. Das hat Felix Tillmanns aus Remscheid auf die Frage gebracht, ob man mit Hilfe von Magneten klettern kann. Kopfball-Reporter Burkhardt Weiß will das probieren und sucht sich geeignete Magnete und eine Stahlfassade, an der er hochklettern kann.
Dauermagnete, die Burkhardts Gewicht halten
Bei einem Magnethersteller im Bergischen Land findet Burkhardt schnell Dauermagnete, die sein Körpergewicht an einer Stahlplatte halten können. Das Problem: Dauermagnete, die so "kräftig" sind, lassen sich kaum noch ablösen. Fürs Klettern ist das völlig ungeeignet, denn Burkhardt muss auf dem Weg aufwärts die Magnete immer wieder versetzen.
Elektromagneten lassen sich an- und abschalten
Die Lösung für das Problem könnten Elektromagnete sein. Um jeden stromdurchflossenen Draht bildet sich ein Magnetfeld, das man an- und abschalten kann. Und auch Elektromagnete gibt es in einer Größe, die Burkhardts Gewicht halten können. Aber was passiert beim Klettern, wenn der Strom ausfällt? Auch für dieses Problem gibt es eine Lösung: eine Kombination aus Dauer- und Elektromagnet. Der Dauermagnet hält Burkhardt an der Wand und bei Stromfluss erzeugt der Elektromagnet ein Magnetfeld, das das Magnetfeld des Dauermagneten kompensiert. Die Folge: Der Kombimagnet löst sich durch Strom von der Wand und Burkhardt kann ihn problemlos versetzen.
Das perfekte Kletterobjekt
Aus vier Kombimagneten, die jeder allein Burkhardts Körpergewicht halten können, baut er sich zwei Griffe für die Hände und zwei Tritte für die Füße. Und damit versucht er sein Glück an der Stahlfassade des Hauses Müngsten im Tal der Wupper. Ob Burkhardt es schaffen wird, mit diesen Magneten die zwölf Meter hohe Hauswand zu erklimmen, sehen Sie im Film.