

Ok, zugegeben, den Titel habe ich bewusst provokativ ausgewählt. Sicher muss niemand, der sich egal wie lange unter einer Windenergieanlage aufhält, damit rechnen, dass ihm etwas wächst. Außer vielleicht im Winter ein Hörnchen, wenn ihn herab fallendes Eis trifft. Die Dinger mögen ihre durchaus auch negativen Folgen für die Umwelt haben (für Vögel und ganz sicher für Fledermäuse), aber Radioaktivität ist wohl das allerletzte, was man mit den Dingern in Verbindung bringen möchte. Getreu der Werbung einer Windenergie-Anlegerfirma, bei der sich das Symbol für Radioaktivität langsam
drehend in ein Windrad verwandelt, wird ja gerne suggeriert, dass man mit mehr Windkraft die mögliche Verbreitung von radioaktiver Strahlung vermindern kann. Und da Michael Khan nebenan ja gerade über ein anderes Restrisiko der regenerativen Energien berichtet und die vergessene Katastrophe von Vajont wieder in das Bewusstsein zurückholt.Leider ist diese Einteilung in Gute, grüne und regenerative Energie auf der einen und böse, weil umweltzerstörende und Menschen gefährdende konventionelle Energie auf der anderen Seite so nicht haltbar. Denn irgendwie muss man die Windräder ja auch bauen. Und dafür braucht man Rhstoffe. Und hier liegt der Hase im Pfeffer.
Denn was braucht man, um eine Windenergieanlage effizient betreiben zu können? Mal abgesehen vom Wind.
Ein wichtiger Bestandteil sind Hochleistungsmagnete. Und die derzeit leistungsstärksten Dauermagnete werden aus einer Neodym-Eisen-Bor-Legierung hergestellt. Oft sind, um die Entmagnetisierungstemperatur zu heben, auch noch andere Seltene Erdmetalle beteiligt. Diese Magnete finden sich übrigens nicht nur in den Windenergieanlagen, sondern eigentlich überall dort, wo leistungsstarke Magnete gefordert sind. Also zum Beispiel auch in den Schreib-Leseköpfen der Festplatten der Computer, mit deren Hilfe dieser Text geschrieben und auch gelesen wird.