

Sicherheitshinweise NdFeB
Durch die hohe Stärke der Magnete entstehen sonst eher unerwartete Gefahren. Dazu gehören bei größeren NdFeB-Magneten insbesondere Quetschungen bei unsachgemäßem Umgang und Nichtbeachtung von Sicherheitsabständen zu ferromagnetischen Materialien wie Eisen oder anderen Magneten in der näheren Umgebung. Die auftretenden Haftkräfte einer NdFeB-Scheibe mit rund 10 cm Diagonale und ca. 1,5 cm Dicke können einige 1000 N erreichen.
Kleinere NdFeB-Magnete sind im einschlägigen Handel in Form von Kugeln oder als Quader erhältlich und dienen u.A. Spiel- oder Dekorationszwecken. Werden mehr als ein kleiner NdFeB-Magnet verschluckt, besteht Lebensgefahr aufgrund einer möglichen Darmperforation. Am 15. November 2012 wurden in Australien kleine, verschluckbare hochmagnetische NdFeB-Magnete, die als Spielzeug vertrieben werden, verboten. Am 23. Januar 2013 wurde vom neuseeländischen Parlament ein Import- und Handelsverbot über diese Art von Spielzeugmagnete verhängt.
Das starke Magnetfeld kann magnetische Aufzeichnungen (Magnetband, Disketten, Festplatten) bereits aus einiger Entfernung schädigen oder löschen. Ebenso können in Bildröhren Verzerrungen und Farbverfälschungen auftreten. Bei einer spanenden Bearbeitung wie Feilen, Sägen oder Bohren können sich NdFeB-Stäube und -Späne durch die bei der Bearbeitung entstehende Hitze entzünden, außerdem lassen sich die Späne durch die starke Magnetisierung nicht leicht vom Grundkörper trennen. Das Material neigt zur scharfkantigen Splitterung, auch wenn zwei Magnete ungebremst zusammenschnappen, weshalb bei der Bearbeitung von Neodym-Eisen-Bor entsprechende Schutzkleidung und Schutzbrille getragen werden sollen.