

Und hier können wir dann auch den Titel dieses Beitrages herleiten. Denn die Auffangbecken gibt es nicht nur bei Mountain Pass, sondern auch in anderen Abbaurevieren wie Beispielsweise dem größten der Welt, Bayan Obo (was auf mongolisch soviel wie "wunderbarer Berg des Reichtums" heißt). Dort gibt es einen "See der Selten Erden" von der Größe des New Yorker Central Parks, in dem das ganze unerwünschte Zeug landet. In den knapp 150 Millionen Tonnen Abraum in diesem Becken befinden sich immer noch rund 9,3 Millionen Tonnen seltene Erden und 90 000 Tonnen Thorium. Nach Angaben der Der chinesischen Gesellschaft für seltene Erden zufolge fallen bei Tonne produzierter Seltener Erden rund 9,600 bis 12,000 Kubikmeter Abgas an, das neben Stäuben auch Flusssäure, Schwefelsäure und
Schwefeldioxid enthält. Zusätzlich zu den rund 75 Kubikmetern säurehaltigem Abwasser und einer Tonne radioaktiven Abfällen. Teilweise ragt der pulverige Abraum aus dem See heraus und wird vom Wind über die Landschaft verteilt. Und ohne eine vernünftige Abdichtung nach unten gelangen die giftigen und radioaktiven Stoffe in das Grundwasser. Und von da aus auch schnell in den nur 10 Kilometer entfernten Gelben Fluss, oder in die 12 Kilometer entfernte Stadt Baotous. Und man möc hte sich wirklich nicht vorstellen, was bei einem Dammbruch passieren würde, wie er sich am 4. Oktober 2010 in Ungarn abspielte, als ein Absetzbecken eines Aluminiumwerkes bei Kolontár nachgab.Aber es sind ja gerade die regenerativen Energien, mit denen wir die Welt vor einer radioaktiven Verseuchung retten wollen. Allerdings sind die so genannten Seltenen Erden an sehr vielen dieser "grünen" Energien beteiligt, und damit dürfte prinzipiell das im Folgenden gesagte auch für diese Technologien gelten. Denn so sauber und emissionsfrei uns die Windenergie auch vorkommt, sie hat ein Geheimnis. Ein kleines, dreckiges und dunkles Geheimnis.
Die gewünschten Elemente müssen ja irgendwie aus dem Erz herausgelöst werden. Neben dem Problem, dass manche der Seltenen Erden selber giftig sind und auch die bei der Erzgewinnung und -aufbereitung eingesetzten Stoffe, fallen bei diesen Prozessen auch unerwünschte Elemente an. Elemente, die in den Erzmineralen gerne zusammen mit den Seltenen Erden auftreten. Wie zum Beispiel Thorium.